Jüngste Solo-Weltumseglerin: Die neuen Pläne der Laura Dekker

Laura Dekker weiß, was sie will. Ein normales Leben gehört nicht dazu. Das hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht geändert. „Ich war immer schon ein Mensch, der seine Ziele lieber jetzt als gleich verwirklichen will“, sagt die 23 Jahre alte Niederländerin. „Und jetzt ist es an der Zeit, weiterzugeben, wie man sich Selbstvertrauen erarbeiten kann und welche Chancen sich dabei auftun.“

Sebastian Reuter

Es gibt viele Jugendliche, die Pläne für große Abenteuer schmieden – aber es gibt nur wenige, die sich ihre Träume schon in so jungen Jahren so beharrlich erfüllen. Zehn Jahre ist es her, dass die Welt erstmals den Namen Laura Dekker hörte. Damals, mit 13 Jahren, plante sie eines der gefährlichsten Abenteuer, die es heute noch zu bestehen gibt: mit einem Segelboot allein die Erde zu umrunden.

Gerichtsentscheide und ein Medienhype

Unterstützt von ihrem Vater, wollte Dekker 2009 von den Niederlanden aus mit einer geliehenen Yacht in See stechen. Ein Sorgerechtstreit der geschiedenen Eltern, mehrere Gerichtsentscheide und ein riesiger Medienhype verzögerten die Weltumsegelung. Schließlich legte sie von Gibraltar aus mit ihrem elfeinhalb Meter langen Boot „Guppy“ los – und ging am 21. Januar 2012 nach dem alleinigen Durchqueren von Atlantik und Pazifik auf der Karibikinsel St. Maarten endgültig wieder an Land. Seither darf sie sich jüngste Einhand-Weltumseglerin nennen.

Größer, breiter, schneller: Auf „Guppy XL“ will Laura Dekker gemeinsam mit Schülern die Ozeane durchsegeln.

„Viele Leute denken immer noch, ich sei damals einfach ohne Plan losgesegelt – was natürlich Quatsch ist. Ich habe mich lange darauf vorbereitet, und genauso plane ich auch jetzt die Dinge“, sagt die Niederländerin, die wegen ihrer Mutter und ihres Geburtsorts auch die deutsche und die neuseeländische Staatsangehörigkeit besitzt.

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