Trump stellt Ende des Handelsstreits in Aussicht

In ihrem seit Monaten andauernden Handelsstreit hoffen China und die Vereinigten Staaten auf einen baldigen Durchbruch. „Wir stehen kurz davor, einen Deal zu machen“, sagte der amerikanische Präsident Donald Trump während eines Treffens mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He am Donnerstag (Ortszeit) im Weißen Haus. Allerdings sei ein Abkommen nicht garantiert, bevor nicht alle Streitpunkte aus dem Weg geräumt seien. Innerhalb der nächsten rund vier Wochen „könnte etwas sehr Monumentales verkündet werden“, sagte Trump.

Auch Chinas Präsident Xi Jinping sah die Handelsgespräche auf einem guten Weg. Es seien „substanzielle Fortschritte“ gemacht worden, erklärte Xi Jinping laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in einer Nachricht, die von Liu He an Trump übermittelt wurde. Der chinesische Staatschef wünschte sich darin, dass die Verhandlungen über den Vertragstext so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Liu He ist der Chefunterhändler der chinesischen Delegation, die zu der jüngsten Gesprächsrunde nach Washington gereist war.

Dagegen erklärte der amerikanische Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, es seien noch zentrale Fragen ungeklärt. Aus Kreisen verlautete, dass weiter um die langwierigen chinesischen Importzulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzensorten gestritten werde.

Trump sagte, das mögliche Handelsabkommen mit China könnte eine der umfassendsten Vereinbarungen werden, die jemals abgeschlossen worden seien. „Das ist der Großvater von allen. Wir werden sehen, ob es passiert. Es gibt eine sehr, sehr gute Chance, dass es passiert. Ich denke, es wäre für beide Länder großartig.“

Zölle in Höhe von 250 Milliarden Euro

Trump fügte nach Angaben von anwesenden Reportern hinzu, man sei sich bei einigen der schwierigsten Themen einig geworden. Insgesamt seien mehr Punkte ausgeräumt worden als noch offen seien. Wenn ein Abkommen zustande komme, dann werde es ein Gipfeltreffen mit Xi Jinping geben.

Vor dem Treffen mit Liu hatte Trump am Donnerstag angekündigt: „Wenn es kein großartiges Abkommen ist, dann werden wir es nicht machen.“ Es laufe aber sehr gut. Eine Vereinbarung werde alle Fragen abdecken – auch zu Technologie und dem Diebstahl geistigen Eigentums.

Die Vereinigten Staaten und China liefern sich seit Monaten eine beispiellose Handelsauseinandersetzung. Amerika hat Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Euro erhoben. China reagierte mit Vergeltungszöllen. Seit Wochen pendeln Delegationen beider Länder zwischen Peking und Washington hin und her, um nach einer Lösung in dem Konflikt zu suchen und über ein Handelsabkommen zu verhandeln.

Die Vereinigten Staaten fordern mehr Marktzugang in China, eine Verringerung des amerikanischen Handelsdefizits sowie einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer für in China tätige amerikanische Unternehmen. Auch stoßen sich die Vereinigten Staaten an staatlicher Förderung chinesischer Unternehmen, die den Markt verzerre.

An den Finanzmärkten schürten die jüngsten Äußerungen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Streits. Der Nikkei-Index in Tokio stieg leicht um 0,3 Prozent.

Источник: Corruptioner.life

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