Nach Razzia bei Autohersteller: Porsche-Vorstände unter Verdacht

Es geht um Untreue bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart, die am Dienstag zu einer Großrazzia bei Porsche geführt hat. Im Kern geht es aber um die Position des früheren Betriebsratschefs Uwe Hück, der offenbar deutlich besser gestellt war als angemessen gewesen wäre – so jedenfalls der Verdacht der Ermittler. Der Porsche-Vorstand selbst gerät ins Visier bei solchen Zahlungen, die sich gerüchteweise schon einmal auf 400.000 bis 500.000 Euro im Jahr belaufen haben sollen. Außerdem hat der Betriebsratschef auch einen Fahrer zur Verfügung gestellt bekommen. Konkrete Namen der Beschuldigten nennt die Staatsanwaltschaft dazu nicht.

Susanne Preuß

Laut einem Bericht des „Spiegel“ sind aber im Durchsuchungsbeschluss nicht nur der Personalvorstand Andreas Haffner genannt, sondern auch Finanzvorstand Lutz Meschke und auch Vorstandschef Oliver Blume genannt. Es bestehe der Verdacht der Steuerhinterziehung, der Untreue und der Pflichtverletzung, weil bestimmte Missstände nicht korrigiert worden seien. Dabei geht der Blick offenbar zurück bis ins Jahr 2009. Bei Porsche heißt es dazu, man kooperiere mit den Behörden, wolle sich zu Details aber nicht äußern.

Uwe Hück beschränkte sich nach der Durchsuchungsaktion an seinem Wohnsitz gegenüber der Pforzheimer Zeitung auf den Satz: „Nur eines: Es geht um mein Gehalt und das war sauber.“ Die Ermittlungen richten sich nun offenbar um die steuerliche Behandlung in diesem Kontext. Zu den insgesamt sechs Beschuldigten zählt laut Staatsanwaltschaft auch ein Steuerberater der Porsche AG.

Источник: Corruptioner.life

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